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Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (bamf)
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Myriam

Aus Tunesien

Wohnhaft in Leipzig

Ausbildung zur Fachangestellten für Arbeitsmarktdienstleistungen in der Agentur für Arbeit Leipzig

 

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Mein Name ist Myriam Dion. Ich stamme aus Tunesien und habe schon viele berufliche Erfahrungen in anderen Bereichen sammeln können. Ich habe sogar schon eine Ausbildung mit Abschluss als Schiffsmechanikerin in Tunesien absolviert, auch in einer Bank gearbeitet und kenne mich in der Sekretariatsarbeit gut aus.

 

Mit meinem Mann bin ich nach Deutschland gekommen. Meine Eindrücke von diesem Land sind zwiespältig – ich habe Unterstützung erfahren aber auch Ablehnung. Ich rede aber nicht gern darüber. Mein Aufenthaltsstatus ist noch ungeklärt, was mich sehr belastet- ich habe eine Ausbildungsduldung.

 

Erfolgreich auf dem Weg in die Berufswelt. Von Anfang an war es für mich klar, dass ich nur durch eine Ausbildung eine solide berufliche Zukunft in Deutschland habe. Um mehr Informationen zu diesem Thema zu bekommen, habe ich mich im Projekt Resque vorgestellt. Vom RESQUE 2.0-Team der DAA erhielt ich viel Unterstützung bei der Berufsorientierung aber auch bei der Vorbereitung auf Eignungstests und Vorstellungsgesprächen. Ich habe mehrere Anläufe gebraucht bis ich im 2016 eine Ausbildung zur Fachangestellten für Arbeitsmarktdienstleistungen bei der Bundesagentur für Arbeit beginnen konnte. Da haben Viele mitgewirkt und dafür möchte ich einmal Dank sagen.

 

Das Besondere an der Ausbildung ist der mehrwöchige Blockunterricht an der Berufsschule in Lichtenstein Sachsen bei Zwickau. Die Verbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist kompliziert. Ich wohne dort in einer WG. Hier in Leipzig wohne ich in einer eigenen Wohnung. Eigentlich ist es am besten mit einem Auto zu fahren, gerade jetzt bin ich mitten in einen Führerscheinlehrgang. Dann treibe ich Fitness und bin in einem interkulturellen Verein „ASB – e.V.“ organisiert. Und dann muss ich noch viel für mein Deutsch tun. Jeden Freitag besuche einen Sprachkurs. Freizeit habe ich so gut wie keine.

 

Für die Zukunft. Ich bin mir sicher, dass ich den Berufsabschluss einer Fachangestellten für Arbeits-marktdienstleistungen schaffen werde. Aber es wird noch schwer. Meine Hauptsorge ist jedoch mein Aufenthaltstitel. Wie wird es weitergehen?

 

Leipzig im Januar 2020