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Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (bamf)
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Sophie

Aus dem Libanon

Wohnhaft in Dresden

Arbeit als Kulturdolmetscherin

 

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Mein Name ist Sophie. Ich bin 43 Jahre alt und komme aus dem Libanon. Ich bin im Jahr 2000 nach Deutschland gekommen. Wir kamen hierher durch ein Asylverfahren. Zu dieser Zeit gab es einen Krieg zwischen Israel und Libanon und eine Menge Bombardierungen auf unsere Stadt.

 

Ich habe die 11. Klasse in Libanon beendet aber ich konnte nicht weiter studieren, weil meine Eltern nicht genug Geld hatten. Mit 14 Kindern war das schwierig. Jedes Kind durfte nur bis 9te Klasse lernen. Ich habe eine Ausbildung als Friseurin. Wegen meiner Gesundheit kann ich nicht mehr als Friseurin arbeiten.

 

Unser Leben in Deutschland war anfangs nicht einfach: ein neues Land, neue Sprache, neue Leute. Das war wirklich schwer für mich und meine ganze Familie. Mittlerweile kann ich gut Deutsch. Ich habe eine Sprachschule bis B1 besucht und dann auch einen Online Kurs B2. Ich habe auch C1 allein studiert. Durch die Kinder habe ich auch viel gelernt. Ich kann sehr gut lesen und schreiben.

 

Unterstützung durch RESQUE continued. Jetzt durch RESQUE continued habe ich eine neue Arbeit bekommen. Ich arbeite als Kulturdolmetscherin in der KITA Zöllnerstrasse. Am Anfang war das ein bisschen schwer wegen meines Kopftuchs. Langsam hat sich dies verbessert. Jetzt kommen jeden Tag meine Kollegen und sagen „Morgen Sophie“ und „Wie geht es“. Sie mögen mich jetzt alle. Sie laden mich ein, mit ihnen zu essen. Ich arbeite als Sozialpädagogin in KITA Zöllnerstrasse. Meine Aufgabe in diesem Job ist es, den Kindern, die noch kein Deutsch sprechen, zu helfen, sich an den Kindergarten zu gewöhnen. Außerdem unterstütze ich die Eltern. Ich bin zufrieden mit der neuen Arbeit, weil die eine Festarbeit ist und jeden Tag habe ich etwas zu tun. Ich habe Spaß und gleichzeitig verdiene ich Geld. 

 

Arbeitsleben in Deutschland. Ich habe eine tägliche Routine. Jeden Tag bringe ich meinen Sohn in die Schule, putze das Haus, gehe zur Arbeit, hole meinen Sohn ab. Wenn ich einen Übersetzungsauftrag habe, mache ich das am Nachmittag. Wenn ich Zeit habe, besuche ich meine Töchter. Zu meinem Leben gehören auch viele Arztbesuche und manchmal ein Aufenthalt im Krankenhaus.

 

Für die Zukunft wünsche ich mir und meinen Kindern Gesundheit. Außerdem, gehört es zu meinen Plänen, einen neuen Job zu haben, in dem ich selbstständig sein kann. Ich möchte auch meine Geschichte seit 2000 als Buch veröffentlichen. Damit die Menschen wissen, wie sie mit Schwierigkeiten wie Asylantrag, Krankheit und einem Kind nach einer Krebserkrankung umgehen und mit ihrem Leben weitermachen können.

 

 

 

Leipzig im November 2020