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Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (bamf)
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Nura Sino

30 Jahre alt
Aus Syrien

Wohnort: Markkleeberg

in Vorbereitung eines Studiums der Sozialpädagogik

 

Foto_Nura_Sino

 

Mein Name ist Nura Sino. Im Jahr 2015 übersiedelte ich nach Deutschland. Ich war hochschwanger als mein Mann und ich uns auf den Weg machten. In Deutschland lebten wir zunächst in Groitzsch, wo ich auch den ersten Sprachkurs absolvierte. Meine Erinnerungen an diese Zeit sind zwiespältig, einerseits große Freude die Geburt unseres ersten Kindes, anderseits das distanzierte und manchmal sogar feindselige Verhalten der Einwohner des Ortes uns gegenüber. Wir waren doch die ersten Flüchtlinge dort. Mir wurde klar, nur mit großer Anstrengung und guten Sprachkenntnissen kann ich in Deutschland bestehen und mir und meiner Familie eine Zukunft aufbauen. Da mein Mann schon in Leipzig arbeitete wollte ich auch dorthin umziehen.

 

In meiner Heimat habe ich das Abitur gemacht, welches auch in Deutschland anerkannt wurde und bereits ein Soziologiestudium absolviert auf Grund der Kriegswirren aber keinen Abschluss erhalten. Allerdings konnte ich erste berufliche Erfahrungen als Erzieherin in einem Waisenhaus und als ehrenamtliche Mitarbeiterin des „Roten Halbmond“ sammeln. Aus dieser Zeit stammt auch mein jetziger Berufswunsch nämlich als Sozialpädagogin zu arbeiten.

 

Unterstützung durch RESQUE 2.0. Nach erfolgreichem Integrationskurs schloss sich eine Ausbildung zur Sozialassistentin mit diversen Praktika an. Damit kam ich meinem eigentlichen Ziel, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten schon einen Schritt näher. Ich erhielt vielfältige Unterstützung u.a. durch die Kirche und was die konkreten berufsorientierenden Schritte betraf, durch das Projekt RESQUE 2.0.

 

Arbeitsleben in Deutschland. Jetzt bereite ich mich auf ein Studium der Sozialpädagogik vor. Ich muss dazu sagen, dass es mein ursprünglicher Plan war Psychologie zu studieren. Dank der Ausbildung zur Sozialassistentin und meiner größeren Lebenserfahrung ist mir klar geworden, dass ein Studium der sozialen Arbeit viel umfassender den Bedarfen junger Menschen entspricht und auch viele Beschäftigungsmöglichkeiten eröffnet.

 

Wünsche für die Zukunft. Ich weiß, es wird ein hartes Stück Arbeit mit zwei kleinen Kindern, doch die Unterstützung meines Mannes ist mir sicher.